Traditionen aus der Schweiz im Aufwind, der perfektionierte Alphornbau am Fuße des Pilatus



Ein bekanntes, traditionelles Musikinstrument erfreut sich zunehmend größerer Beliebtheit, sowohl in der Schweiz selbst, als auch bei begeisterten Touristen und experimentierenden Musikern in aller Welt - das Alphorn.

Ursprünglich als Kommunikations- und Signalinstrument gedacht und erfunden, ist heute das Alphorn ein beliebtes Instrument, mit welchem weit mehr gespielt werden kann als nur einzelne Töne oder traditionelle Volksmusik. Alphorn-Spielen ist zu einer Art Trend geworden und wird heute in allen möglichen Ländern praktiziert. So haben viele Leute auch die therapeutisch heilende und wohltuende Wirkung dieses Naturton-Instrumentes entdeckt. Ähnlich wie Klangschalen bei den Tibetern oder das Didgeridoo der Aborigenes haben auch die Klänge des Alphorns beruhigende und harmonisierende Wirkung.
Einer der das Alphorn zu einer Art Kunstwerk perfektioniert hat und immer weiter perfektioniert, ist Tobias Bärtschi aus der Schweiz. Seine Werkstatt in welcher er die beliebten Instrumente baut, befindet sich am Fuße des Pilatus, in Kriens bei Luzern. Der Pilatus ist für viele Schweiz-Besucher ein beliebtes Ausflugsziel und gehört für Touristen aus China, Japan und anderen Ländern sozusagen zum Standartprogramm einer Schweiz-Rundreise. So schauten auch wir bei Tobias Bärtschi vorbei und waren schlicht und einfach begeistert von dem was wir antrafen. Seine Instrumente sehen nicht nur wunderschön aus, sondern sind zugleich wirklich einzigartige, kunsthandwerklich perfektionierte und Superlative Instrumente. Tobias Bärtschi ist selbst professioneller Musiker, gelernter Kunstschreiner und Restaurator und diese Kombination aus Können, Wissen und inspirativem Erfindergeist machen seine Alphörner zu etwas ganz Besonderem. Das beginnt schon mal mit dem Holz, aus welchem die Instrumente gefertigt sind, welches wie er es nennt "spezielles Klangholz" ist, welches von Fichten-Bäumen aus Höhenregionen der Schweiz zwischen 1300 und 1500 Metern stammt, vor allem aus dem Melchtal, und zum Teil 300 bis 400 jährig ist. Aus diesem Holz werden die verschiedenen Teile des Alphorns in aufwendiger Handarbeit und sorgfältiger Verarbeitung hergestellt. Tobias baut verschiedenste Modelle ganz nach Bedürfnis des Kunden, sei das nun für
Berufsmusiker und experimentelle Künstler wie Arkady Shilkloper aus Russland, für Natur-und Volksmusikfreunde oder auch für Einsteiger, welche den warmen, vollen Klang seiner Alphorninstrumente mögen und durch die leichte Spielbarkeit begeistert sind.
Wer meint, so ein Alphorn sei schwer, da es stolze 3,4 Meter lang ist, wird sich bei Tobias Bärtschi wundern. So ein Instrument ist bei ihm gerade noch gut 2.5 kg schwer und sehr einfach zum handhaben. Ebenso speziell sind verschiedene Raffinessen, welche Tobias verwendet, um so ein Alphorn zu etwas ganz speziellem zu machen in Ästhetik und Funktionalität. Die "Geheimnisse" darüber gibt er aber nicht so einfach preis, Betriebsgeheimnisse eines Spezialisten.
Wunderschön und einzigartig sind auch die aus verschiedenen Edelhölzern gefertigten Intarsien-Bilder und Einlagen, welche Tobias auf Kundenwunsch in die Instrumente einlegt und so für die wirklich begeisterten und interessierten Kunden und Besitzer zu etwas ganz persönlichem machen. Diese Bilder sind sozusagen eine Art Puzzle aus Holz in verschiedenen Schattierungen und Farbtönen. Die Motive variieren von Kunde zu Kunde - mal ist das eine Berglandschaft, mal ein individuelles Lieblingsmotiv oder zwischendurch auch mal was ausgefallenes, ungewöhnliches.

Wir konnten bei Tobias jetzt gerade dieses Alphorn fotografieren, welches außer dem Schweizerwappen, den Pilatus-Drachen und die Stadt Luzern mit dem Hausberg Pilatus zeigt. Tobias gab uns bei dieser Gelegenheit eine Kostprobe der Virtuosität und Variabilität von Musik und Tönen.

Natürlich hat so ein Alphorn seinen Preis und ist nicht zu vergleichen mit einem Billiginstrument. Die Instrumente von Bärtschi bewegen sich in einem Preissegment von 3.000 Schweizerfranken aufwärts bis an die 10.000 Franken; wenn man dabei die Arbeit und die Qualität dahinter sieht, ist das nicht viel für eine "Stradivari" unter den Alphörnern. Die günstigen Einsteigermodelle eignen sich für alle die gerne Alphorn spielen wollen, wer aber etwas persönliches schätzt und den perfekten Finish in Ausführung und Klang will, der findet beim Spezialisten aus Kriens das Richtige, diese Liebhaberstücke unter den Alphörner sind dann für den jeweiligen Besitzer und Musiker ein werthaltiger, instrumentaler Luxus.
Falls sie die Schweiz und im besonderen Luzern besuchen und vielleicht einen Ausflug auf den Pilatus geplant haben, dürfen sie gerne bei Tobias Bärtschi in seiner Werkstatt vorbeischauen und eine musikalische Kostprobe erleben und dabei seine sehr spezielle Arbeit erleben.
Weitere Informationen zu seinen Instrumenten findet man auf http:// www. baertschi-alphorn .ch oder man kann direkt anfragen in der virtuosen Kunstwerkstatt über info@alphorntobias.ch, oder +41 (0)41 340 88 40.
Wir hören noch eine Weile zu, bei genussvollen Naturklängen und sind sicher, das Alphorn hat Zukunft und der meisterhaften Kunstfertigkeit der Bärtschi-Alphörner gilt der Applaus. (Ende)

Joe Portmann (für zaronews.ch)